Entschuldigen Sie mich, während ich phantasiere

Heinz, wo bist du bloß gewesen?

Heinz, wo bist du bloß gewesen?

Zu guter Letzt tauchten Lars und ich aus unserem stundenlangen, Zeitz-bedingten Koma wieder auf und fuhren weiter Richtung Norden zu unserem Auftritt am 5. November in Berlin.

Ich habe seit 2009 für das Kulturprogramm der Petrus-Kirche gespielt, unterstützt von Gisela und ihren freundlichen Helfern (ein munteres Team, das Brote schmiert, Vorhänge anbringt und Sitzgelegenheiten gestaltet). Ich liebe ihre Energie und Begeisterung. Es ist immer toll, dort zu spielen - wie auch 2013 während der O’Brien Family Mini-Europa-Tour.

Heinz kam dazu für eine richtig schöne Show in Berlin, nach der wir dann in den frühen Morgenstunden Richtung Hamburg fuhren. Berlin ist tagsüber so verstopft, dass es besser ist, nachts unterwegs zu sein. Es erinnert mich an Großbritannien und die wöchentlichen Auftritte in London, nach denen man noch um 1 Uhr morgens im Stau stand. Dies dann im Vergleich zu Victoria, BC, welches im Vergleich zur englischen Hauptstadt in vielerlei Hinsicht verblasst, aber jedes mal Erster wird, wenn es um den geringsten Zeitaufwand im Strassenverkehr geht. 

War es dies, wovon Paul auf der Elbe träumte?

War es dies, wovon Paul auf der Elbe träumte?

Ich nutzte die Gelegenheit für meine regelmässige Pilgerfahrt an die Elbe. Ich nehme die U-Bahn bis zu den Landungsbrücken, steige dort in die Fähre Richtung Finkenwerder (der Heimat von Airbus), und wieder zurück. Ich kenne die Strecke mittlerweile schon richtig gut, aber ich genieße jedesmal die vertrauten Windungen und Wendungen. Ich phantasiere über meine Haare, die mir dabei ins Gesicht geblasen werden, wenn das Schiff Richtung in Richtung Nordwest die Elbe hinauf ordentlich Gegenwind hat. Traurig, ich weiß!

Am folgenden Abend spielten Lars und ich, wieder 'heinz-los', ein Konzert in Klecken, im Haus von Marc und Britta. Wegen des Bahnstreiks war es ein Albtraum, aus der Stadt herauszukommen,  aber wir schafften es noch genau rechtzeitig zu unserem Auftritt. Die Bühne teilten wir uns mit einigen Gästen, Jessie, und Jana (Marc und Brittas Tochter), die so gerne meinen Song ‘American Car’ singt. Die Rückfahrt durch den Elbtunnel nach der Show war um einiges einfacher als die furchtbare Hinreise nur wenige Stunden vorher. Wir kamen gut nach Hause.

Nächster Halt... Moin Moin... Flensburg.

Paul O'Brien


— übersetzt von Stephanie Hundertmark

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